ORBIT CULTURE liefern mit „Death Above Life“ eines der spannendsten Metal-Alben des Jahres – intensiv, durchdacht und voller Leidenschaft.
Nach dem Erfolg des letzten Albums „Descent“ und intensiven Touren betreten ORBIT CULTURE ab dem 03.10.2025 neben einem neuen Label (Century Media) auch musikalisch neues Terrain. „Death Above Life“ beweist einmal mehr, warum das aus Schweden stammende Quartett derzeit zu den spannendsten Vertretern des modernen Metal zählt. Die Band aus dem kleinen Eksjö hat sich mit ihrem energischen Mix aus Melodic Death Metal, Groove-Metal und progressiven Einflüssen eine Fangemeinde auf der ganzen Welt erspielt. „Death Above Live“ wartet mit einer Tauchreise in existenzielle Themen und eine unverwechselbare Klangwelt auf.
Bereits der erste Ton macht deutlich, dass ORBIT CULTURE es verstehen sich weiterzuentwickeln, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen. Wie eine Soundwalze beginnt „Death Above Life“ mit einem kraftvollen Intro, das dunkle, wuchtige Riffs und eine bedrohliche Soundkulisse präsentiert, bevor die volle Energie der Band entfesselt wird. Die Musik und vor allen Dingen die Produktion wirken druckvoll, klar und dennoch organisch – jede Note, jedes Schlagzeug ist spürbar, ohne steril zu wirken. Bereits nach kurzer Zeit stellt sich ein Gefühl von Dichte und Intensität ein, welches sich wie ein roter Faden durch die gesamte Aufnahme zieht.
Besonders bekannt sind ORBIT CULTURE für ihre Fähigkeit, schwere, aggressive Passagen mit melodischen und atmosphärischen Elementen zu verweben. Auf „Death Above Life“ treiben sie dies aauf die Spitze. Die Tracks bewegen sich zwischen donnernden, riffbetonten Stücken, hymnischen Refrains und fast schon cineastischen Zwischenspielen, die dem Album eine gewisse Dynamik und Tiefe verleihen.
Der Opener „Inferna“, dessen Titel bereits auf das große Thema des Albums anspielt, zieht das Publikum mit seinem Wechselspiel aus Geschwindigkeit und Groove sofort in den Bann. Die Gitarrenarbeit ist präzise, manchmal fast maschinell, doch immer mit einer menschlichen Note versehen. Besonders die Soli und das Zusammenspiel von Lead- und Rhythmusgitarre setzen Akzente, die im Ohr bleiben.
Frontmann Niklas Karlsson bleibt das Herzstück des ORBIT CULTURE-Sounds. Seine Fähigkeit, zwischen gutturalen Growls, klaren Gesangslinien und fast schon epischen Shouts zu wechseln, gibt jedem Song eine eigene Charakteristik. Auf diesem Album scheut er nicht davor zurück, neue Gesangstechniken auszuprobieren und auch seine emotionale Bandbreite zu erweitern. Gerade in ruhigeren Momenten, in denen sich die Musik zurücknimmt, dringt seine Stimme besonders eindringlich und unverstellt durch.
Wie schon der Titel andeutet, setzen sich Orbit Culture auf „Death Above Life“ mit den großen Fragen des Lebens auseinander: Vergänglichkeit, Identität, gesellschaftlicher Druck, aber auch Hoffnung und der Wille, sich dem Leben zu stellen.
„Das Album steht für einen Neuanfang“, betont ORBIT CULTURE-Gitarrist, Sänger und Songwriter Niklas Karlsson. Es ist geprägt von einer Mischung aus positiven und negativen Emotionen und spiegelt eine grundlegende Veränderung wider, die als Entwicklung zum Besseren verstanden werden kann. Für die Band fühlt es sich an wie eine Wiedergeburt, ein neuer Abschnitt, der mit „Death Above Life“ eindrucksvoll eingeläutet wird.
Statt moralischer Zeigefinger oder klischeehafter Weltuntergangsprosa begegnen uns Zeilen, die zum Nachdenken anregen und in ihrer Offenheit berühren. In Tracks wie „Ashes to Embers“ oder „Beyond the Pale“ gelingt es der Band, universelle Themen mit persönlichen Geschichten zu verknüpfen. Die Texte sind oft in einer poetischen Sprache gehalten, was die emotionale Kraft der Musik zusätzlich unterstreicht.
Die musikalische Identität von Orbit Culture wird maßgeblich vom DIY-Ethos und den charakteristischen Dark-on-Dark-Visuals der Band geprägt. Frontmann Niklas Karlsson betont insbesondere die starke Inspiration durch Filmmusik und cineastische Soundlandschaften. Komponisten wie Hans Zimmer, bekannt für Werke wie „Dune“ und „Interstellar“, sowie Howard Shore („Der Herr der Ringe“) üben laut Karlsson einen größeren Einfluss auf die Band aus als viele aktuelle Metal-Acts.
„Wahrscheinlich deutlich mehr als aktueller Metal“, erklärt Niklas. Die Bandmitglieder bevorzugen oft Soundtracks wie jenen von „Inception“, da sie deren Zeitlosigkeit schätzen. Beim Songwriting bieten Instrumente wie Cello oder Klavier neue Zugänge und kreative Möglichkeiten, um musikalische Herausforderungen zu meistern. ORBIT CULTURE setzt dabei bewusst auf einfache Riffs und Strukturen. Die Inspirationen aus der Welt der Filmmusik führen dazu, dass Songs wie „Inferna“ entstehen, deren Chorusse besonders groß und cineastisch gestaltet sind.
ORBIT CULTUREverstehen es, ihre Musik mit überraschenden Wendungen zu bereichern. Immer wieder durchbrechen brachiale Riffs die dichte Soundwand, während sphärische Keyboards und akustische Gitarren für emotionale Tiefe sorgen. Diese geschickt eingesetzten Kontraste verleihen dem Album eine mitreißende Dynamik.
Die stetige Abwechslung innerhalb der Songs verhindert jegliche Monotonie und sorgt dafür, dass „Death Above Life“ auch nach mehreren Durchläufen spannend bleibt und neue Facetten offenbart.
Mit „Death Above Life“ präsentiert ORBIT CULTURE ein Werk, das ihre musikalische Weiterentwicklung und die Bereitschaft zu neuen Impulsen eindrucksvoll unterstreicht. Die gelungene Verbindung aus Härte, Melodie und atmosphärischer Vielfalt sorgt dafür, dass das Album sowohl eingefleischte Metal-Fans als auch musikinteressierte Personen begeistern kann.
Wer auf anspruchsvollen, modernen Metal setzt, findet auf „Death Above Life“ alles, was das Genre auszeichnet: kraftvolle Songs, eindringliche Texte und eine emotionale Tiefe, die lange nachhallt. Orbit Culture zeigen, dass sie bereit sind, neue Wege zu beschreiten, ohne ihren charakteristischen Sound zu verlieren.
„Death Above Life“ ist mehr als eine bloße Ansammlung einzelner Tracks – das Album fungiert als künstlerisches Statement und markiert einen weiteren bedeutenden Schritt in der Entwicklung dieser außergewöhnlichen Band.