Die Finnen von Omnium Gatherum waren schon immer gut darin, die Grenzen des melodischen Death Metal auszuloten, indem sie ihren Sound mit klassischen heavy-metallischen auf der einen Seite sowie mit experimentellen progressiven Elementen auf der anderen Seite anreicherten.
Von diesem Konzept wird auch auf dem neuen Longplayer „May The Bridges We Burn Light The Way“ nicht abgewichen. Interessant ist zunächst, dass sowohl der Opener und titelgebende Track als auch der Rausschmeißer 'Road Closed Ahead' intensive, atmosphärische, instrumentale Stücke sind.
'My Pain' ist dann ein Track, der von grimmiger Brachialität bis melodiöser Eingängigkeit mit überaus vielen Facetten aufwarten kann. Das ist mir too much, vor allem die poppige Fröhlichkeit des Refrain kann mich so überhaupt nicht fesseln. Ähnliches gilt für das vor Spielfreude nur so strotzende 'The Last Hero' mit seinen 80er-Jahre-Disco-Keyboards und den überzeugend-leidenschaftlichen Sologitarrenparts. 'The Darkest City' wird dann schon etwas düsterer und infernaler, obwohl auch hier ein catchy Refrain nicht fehlt.
'Walking Ghost Phase' atmet einen ebenso dynamisch energetischen frohgemuten Heavy-Metal-Odem wie 'Barricades'. Aber erst 'Ignite The Flame' kann mich aufgrund seiner ungemein sehnsuchtsvollen und melancholischen Attitüde so richtig überzeugen. Weltklasse!
'Walking Ghost Phase' atmet einen ebenso dynamisch energetischen frohgemuten Heavy-Metal-Odem wie 'Barricades'. Aber erst 'Ignite The Flame' kann mich aufgrund seiner ungemein sehnsuchtsvollen und melancholischen Attitüde so richtig überzeugen. Weltklasse!
'Streets Of Rage' besticht aufgrund seines hypnotischen Mitreißpotentials, dem man sich überhaupt nicht zu entziehen vermag. Vielleicht der beste Song des Albums!
Fazit: Die Finnen von Omnium Gatherum haben mit 'May The Bridges We Burn Light The Way' ein solides Melodic-Death-Metal-Album erschaffen, das zumeist gekonnt auf düstere Melancholie und sehnsuchtsvolle Wehmütigkeit verzichtet und stattdessen einen überaus frohgemuten, dynamischen Heavy-Metal-Vibe verbreitet, und zwar inklusive purer Spielfreude!