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Sainted Sinners - High On Fire

VÖ: 21. November 2025   •   Label  ROAR

Mit High On Fire legen Sainted Sinners ihr fünftes Studioalbum vor. DIe Band selbst sagt zu den drei Jahren Genese sinngemäß "Gut Ding will Weile haben!". Erfüllen soll es den eigenen Anspruch, „The Essence of Rock’n’Roll“ zu sein. Also schaun mer mal, wie sich nach den gut 47 min Spielzeit meine Auffassung dazu zeigen wird. 

Durch Gitarrist Frank Pané war ich schon frühzeitig über die bevorstehende Veröffentlichung informiert, bei seinen ganzen Musikprojekten muss man echt die Übersicht behalten. Die Band besteht bekanntlich aus Vertretern anderer Bands, wie Gotthard (Tastenbediener Ernesto Ghezzi), Tygers Of The Pan Tang (Sänger Jack Meile) und Bonfire (Gitarrist Frank Pané). Von Freedom Call wechselte der Bassist Samy Saemann ins Line-Up der Band. Am Schlagzeug gibt Berci Hirlemann weiterhin den Takt vor. Eine internationale Classic Hardrockband. 
Holzschnittartig betrachtet wirken die Kompositionen wie eine Rückbesinnung an die 1970er und 1980er Jahre, die Keys haben hier und da den Rotary-Sound eines Leslies (Deep Purple lassen grüßen) - Cowboystiefel, Schlaghosen, offene Hemden, lange Wallemähnen, Windmaschinen. Die coolen braungebrannten Jungs von der Küste Kaliforniens. Gute-Laune-Hardrock. Das Adjektiv holzschnittartig darf nicht zum Eindruck führen, ich hätte das Album nur oberflächlich angehört. Durch mein berufsbedingtes Pendeln zwischen den Regionen Hannover und Sigmaringen (> 600 km einfache Strecke) bekam das Album eine ganze Strecke Aufmerksamkeit. 
Stilistisch gehen Sainted Sinners wirklich abwechslungsreich zur Sache. Ein paar ausgewählte Songs mit ad hoc Assoziationen: Der Refrain World's On Fire erinnert mich sehr stark an die Scorpions, Empty Days Of Wonder hat sehr viel Whitesnake-Vibe (cleane und die gedoppelten Gitarrenparts), Hide In The Park strahlt Abba- und 1970er-Jahre-Flair aus, 1970er-Style hat bekommt Lost In A Storm durch den progressiv-jazzigen Schlussteil und Night After Night hat im Refrain eine Prise I Died Tonight von Bonfire (wobei I Died Tonight viel hymnenhafter und kraftvoller ist)

Das Cover des The Who Liedes Who Are You (The Who veröffentlichten übrigens Ende Oktober 2025 ein umfangreiches Remaster des gleichnamigen Albums.) ist für mich negativ konnotiert durch die Verwendung des Stückes in der Fernsehsendung The Masked Singer. Wie ein Pawlow'scher Hund suggeriert dieses Lied mir unnötiges Zeitspiel, dadurch dass es verwendet wird als Begleitmusik des Demaskierens - und die Maske wird erst gelüftet mit den letzten Tönen. Darüberhinaus sind The Who für mich selbst musikalisch weder prägend noch bedeutend - ich neige sogar zu schreiben, sie sind überbewertet. Eher Led Zeppelin, The Rolling Stones und andere. Somit ist für mich dieses Cover schon grundsätzlich zu streichen. 
 
Fazit: HIgh On Fire ist ein straightes, abwechselungsreiches und vor allen Dingen gutes Hardrockalbum mit sehr positiver Grundstimmung einer spielfreudigen Band.  

Sainted Sinners - World's On Fire (Official Music Clip)
 
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