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Sapid Steel – Feel The Fire

VÖ: 24. August 2025   •   Label  Eigenproduktion
D-Beat Hardcore Thrash Punk, Groovy Rock, Drone Doom Death, Shoegaze Post-Metalcore, Blackened Progressive Dark Metal, Atmospheric Cold Post-Black Metal” – Die Liste der Subgenres wird immer länger und man benötigt mittlerweile fast einen Hochschulabschluss, um sich noch durchzufinden. Gut, dass SAPID STEEL mit all dem nichts zu tun haben.

„Whatever“ bringt die Einstellung der Chemnitzer Hard Rock Institution SAPID STEEL gleich zum Einstieg bestens auf den Punkt. Keine Schnörkel, kein Musikstudium, kein dummes Gerede: Hier regiert König Rock. Die 20 Jahre Erfahrung hört man dem Fünfer an, denn ihre Songs zünden durchweg nach dem ersten Hördurchgang. Die Vorliebe für AC/DC, KROKUS & Co. ist unüberhörbar, wobei Frontmann Marvin wie eine Mischung aus Steve Whiteman (KIX) und Thomas Gurrath (DEBAUCHERY/BIG BALLS) klingt und den trockenen Kneipenrock seiner Jungs so perfekt veredelt. Am Ende des Tages erinnern mich SAPID STEEL vor allem an die grandiosen Texaner BROKEN TEETH. Neben dem titelgebenden „Feel the Fire“ haben vor allem das starke „Scream Machine“ oder „Wasted Trouble“ Ohrwurmpotential. Schwache Songs gibt es auf dem Album aber ohnehin nicht. Das ruhige „Black Age“ sorgt nicht nur für eine kurze Verschnaufpause in der Testosteron-getriebenen Playlist, sondern überrascht auch mit einem ganz anderen Gesangsstil, der wirklich cool klingt und mich nicht nur an ACCEPT erinnert, sondern kurioserweise auch an die Thrasher von RISK.
Dass die Jungs neben eigenen Stücken live auch Songs von JUDAS PRIEST oder SAXON im Programm haben, glaubt man gerne. Denn auch wenn stampfender Aussie-Rock das klarste Stilmittel der Band ist, so schimmern in der Gitarrenarbeit doch auch immer mal wieder Ausflüge in die Welt der NWoBHM durch.
SAPID STEEL liefern mit „Feel The Fire” ein rundum gelungenes Album ab, bei dem vom Sound bis hin zum Artwork alles passt – und vor allem bietet die Truppe fast 40 Minuten hörenswerten Hard Rock. Wer sich eine CD sichern will, sollte die Jungs live antesten, denn dort gibt es die physischen Exemplare. Der Rest muss leider mit der digitalen Variante vorliebnehmen.
Sapid Steel - Scream Machine
 
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