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Vicious Rumors - The Devil's Asylum

VÖ: 29. August 2025   •   Label  Steamhammer/SPV
Es gibt VICIOUS RUMORS nun schon über 40 Jahre. Das ist eine verdammt lange Zeit, die einige Höhen hatte, allerdings auch Schwächen und schwierige Zeiten mit sich brachte.
Die größte Tragödie war der Tod von Sänger Carl Albert, welcher die Band fast auflöste. Gründer und Mastermind Geoff Thorpe übernahm zunächst selbst den Gesang. Das erfüllte nicht die Erwartungen der Fans und schon begannen die Besetzungswechsel. Und das Karussel dreht sich noch immer. Die einzigen Konstanten bleiben Geoff Thorpe und Drummer Larry Howe. Mit stets wechselnden Mitgliedern veröffentlichten VICIOUS RUMORS konstant weitere Alben. Machen wir uns nichts vor: die Hochphase der US Metaller war Mitte der 80er bis 1994. Live habe ich die Band allerdings noch nie schlecht erlebt. Und auch die Qualtität der Veröffentlichungen ist seit einigen Jahren trotz wechselnder Sänger wieder angestiegen. Was uns zu "The Devil's Asylum" bringt, welches den Kurs fortsetzt. Mit "Chalice" hat man einen geeigneten Sänger in die Band geholt, dessen Stimme sehr variabel klingt. Neben aggressivem Thrash Gebell trifft er extreme Höhen und kann melodisch im mittleren Feld überzeugen. An einigen Stellen werden auch durch starkes Songwriting und gekonnte Gitarrenarbeit Erinnerungen an Zeiten der VICIOUS RUMORS Hochphase geweckt. So zum Beispiel beim überragenden, abschließenden Titeltrack, das an die glorreichen "Digital Dictator" Zeiten erinnert. Aber schon der Opener "Bloodbath" tritt mit hohem Tempo mächtig Arsch und macht klar, dass die Band es wissen will. "Dogs Of War" sorgt mit starken Midtempo Riffs, Mitgröl Passagen und einem eingängigen Refrain für US Metal Hochgefühle. Ebenso wie das treibende "Crack the Sky in Half", bei denen Einflüsse von klassischem Heavy Metal dermaßen an die frühen 80er erinnern, dass das bei Old School Metal Heads gut ankommen sollte, auch wenn der Chorus etwas vorhersehbar ist. "High Hell Hammer" ist ein typischer VICIOUS RUMORS Banger, der auch super auf "Welcome to the Ball" gepasst hätte. Abwechslungsreich und stets traditionell geht das Album weiter, welches mit einer fetten Produktion punktet. Interessant klingt die Nummer "Wrong Side of Love", das teils wie eine Mischung aus TWISTED SISTER und WASP klingt. Bei "In Blood we trust" wird das Tempo noch mal ordentlich angezogen und das 1987er Gefühl des digitalen Diktatoren sorgt für US Metal Hochgefühle.
Ich habe mit einem so starken VICIOUS RUMORS Album nicht gerechnet. Geoff Thorpe weiß, was er will. Schauen wir mal, ob diese Besetzung länger als eine Tour lang hält.
 
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