Die Tschechen senden ein erstes todesmetallisches Lebenszeichen, das kann sich hören lassen.
Wobei ich das Format nicht ganz verstehe. Wenn man Intro und Zwischenspiel außen vor lässt, finden sich auf der EP vier Songs mit einer guten Viertelstunde Spielzeit. Die perfekte Länge für ein Demo. Wisst ihr noch damals, als Bands erst Demos und dann Platten über Labels veröffentlicht haben? Wer soll das auf einem überschwemmten Markt alles auf dem Schirm haben, geschweige denn kaufen? Das aber sind allgemeine Gedanken, jetzt zu den Songs. Die können sich wahrlich hören lassen. CANCER VOID spielen old school Death Metal, der morbide daherkommt. Nur selten wird die Geschwindigkeit richtig angezogen, in der Regel watet die Band im Midtempo durch den knöcheltiefen Morast. Die EP ist für diese Art von Mucke genau richtig produziert, alles in allem also ein sehr gelungener Einstand.
Da wir hier beim Twilight und nicht auf der Onkologie des regionalen Krankenhauses sind, hoffe ich, dass die ersten Metastasen ordentlich streuen und auf die Größe eines kompletten Albums anwachsen.