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Vintersorg - Vattenkrafternas Spel

VÖ: 26. September 2025   •   Label  Hammerheart Records
Originalität ist nach wie vor und einmal mehr DAS Pfund, mit dem Andreas “Vintersorg” Hedlund punkten kann. Angefangen beim überragenden Artwork des neuesten Outputs “Vattenkrafternas Spel”. Vom ersten Blick und von der ersten bis zur letzten Note des Albums ist zu jeder Minute erkennbar, wer hier am Werk ist.

Auch der mittlerweile elfte Longplayer von Vintersorg wird getragen von Hedlunds einzigartiger cleaner Stimme im Wechsel mit seinem kräftigen schwarzmetallischen Keifen innerhalb des wiederum unverkennbaren Spektrums zwischen Black Metal, Folk und Progressive Rock. Über sämtliche Kritik ist auch die Produktion erhaben, denn “Vattenkrafternas Spel” klingt genauso, wie ein Vintersorg-Album klingen sollte bzw. muss. Übrigens trotz Drum-Computer.

Das Songwriting allerdings ist über weite Strecken nicht mehr als solide. An Biss fehlt des Vintersorg nicht, wohl aber etwas an Frische. Denn über weite Strecken des gut einstündigen Werkes wirkt “Vattenkrafternas Spel” doch oft sehr gefällig, zu lang, zu ausladend und zu wenig fokussiert. Viele Song-Passagen der Mal mehr und Mal weniger wilden Klanglandschaften werden analog zum Artwork vom reißenden Strom mitgerissen oder alternativ im wildromantisch plätschernden Gewässerlauf hinfortgespült, ohne dass nachhaltige Eindrücke zurückbleiben. Höhepunkte oder Ausreißer eines Kalibers “Ur älv och å”, in denen Hedlund auch sein kompositorisches Talent vollständig ausschöpft, sind leider die positive Ausnahme.

“Vattenkrafternas Spel” wird auf jeden Fall keinen Fan von Vintersorg enttäuschen oder gar verprellen. Aber im direkten Vergleich zum Vorgänger-Album “Till Fjälls del ll”, der rückblickend überraschend guten Reminiszenz an das 98er-Werk, mit dem dem Schweden der Durchbruch gelang, fällt das neue Album aus meiner Sicht deutlich ab. Selbstverständlich ist man von dem Opus Magnum “Cosmic Genesis” oder auch von einem “Ödemarkens Son” meilenweit entfernt. Und aktuell gebe ich der wesentlich raueren und knorrigeren “Orkan”- oder “Jordpuls”-Phase wie auch dem proggigen “Visions From A Spiral Generator” bis hin zum völlig entrückten “The Focusing Blur” den Vorzug. Trotzdem ist “Vattenkrafternas Spel” ein Vintersorg-Album durch und durch.
Vintersorg - Störtsjö
 
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