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In Mourning - The Immortal

VÖ: 29. August 2025   •   Label  Fascination Street Studios
Ein Klangbild wie kalter Marmor

Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 haben In Mourning aus Falun, Schweden, einen beständigen Platz in der Melodic-Death-Metal-Landschaft erobert. Bekannt für ihre seltene Dreifach-Gitarrenbesetzung, das dichte Geflecht aus progressiven Strukturen und erdschweren Riffs sowie das Wechselspiel aus Growls und klarem Gesang, hat die Band über die Jahre ein Werk geschaffen, das sowohl technisch anspruchsvoll als auch emotional greifbar ist. Mit "The Immortal" legt das Quartett nun sein siebtes Studioalbum vor – und knüpft damit an eine lange Reihe tiefschwarzer, doch immer melodisch geprägter Veröffentlichungen an.

"The Immortal" wurde in den Fascination Street Studios in Örebro produziert und trägt eine besondere Mischung aus erhabener Klarheit und ungeschliffener Wucht in sich – wie kalter Marmor, so meine Interpretation. Ähnliche Vergleiche stellt die Band selbst an. Gitarrist und Sänger Tobias Netzell spricht von einem „dunkleren Ton, wie ein kalter Wind, der durch das ganze Album weht“ – und genau so fühlt es sich an: Die Songs spannen einen Bogen von majestätischen, melancholischen Melodien bis hin zu Passagen, die fast in blackmetallische Kälte hinübergleiten. Bereits der Auftakt mit "Silver Crescent" verdeutlicht, welche Intensität durch diese Spannweite erzeugt werden kann. Die Tracks 'Song Of The Cranes' und 'As Long As The Twilight Stays' – beides episch anmutende Longtracks mit mehr als sechsminütiger Spieldauer – führen dieses Prinzip fort. In "Staghorn" und dem Schlussstrich-Song "The Hounding" ist durch ein typisches Tremolo-Spiel der Gitarren der besagte Blackmetal-Charakter besonders präsent. 

Mit "The Immortal" gelingt In Mourning, ihre Essenz zu bewahren und dennoch neue Tiefen auszuloten. Die Gitarrenlinien von Tim Nedergård sind präzise und detailreich, die Drums von Cornelius Althammers treiben und tragen die Songs je nach Arrangement und die Stimmen von Netzell und Pettersson setzen emotionale Akzente, die noch lange nachhallen. Textlich geht es um den beständigen Zyklus aus Werden und Vergehen, um persönliche Verluste und die Suche nach neuer Stärke im Wandel der Jahreszeiten. Schwere Themenkost, majestätisch aufbereitet. Mit der Kritikerbrille auf der Nase fehlt es etwas an einschlägigen und herausstechenden Tracks, was den Spaß aus den Boxen aber auf keinen Fall mindert.

Überzeugt euch selbst, eine klare Hörempfehlung!
In Mourning - Song of the Cranes (official music video)
 
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