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Inhuman Condition – Mind Trap

VÖ: 27. Juni 2025   •   Label  High Roller Records
Im Metal Hammer war zu lesen, dass INHUMAN CONDITION mit ihrem aktuellen Album „Mind Trap“ bereits „zum dritten Mal in Folge enttäuscht“ hätten, da lediglich „Mittelmaß“ geboten werde. Noch langweiliger seien nur SIX FEET UNDER. Harter Tobak.

Da skippe ich doch gleich mal zu „Recollections Of The Future“, welches der Kollege als „Seasons In The Abyss“-Klon abstempelt. Doch ich kann Entwarnung geben, denn hier erinnert bestenfalls der ruhige Einstieg an SLAYERs Hymne – und das auch nur mit viel Fantasie.
Mit „Severely Lifeless“ startet das Trio in ihr drittes Album und zeigt sofort unmissverständlich, wohin die Reise auf “Mind Trap“ gehen wird: typischer Florida Death Metal im Midtempo-Bereich, der seine Wurzeln deutlich hörbar bei Bands wie MASSACRE, OBITUARY oder DEATH hat. Kreischende Gitarren-Licks durchziehen die groovenden Riffs und Sänger/Drummer Jeramie Kling shouted mit den typischen Thrash Metal Einschlägen.
In „Face For Later“ gab es (nicht nur mit den Lyrics) Unterstützung von Paul Mazurkiewicz (CANNIBAL CORPSE) und der Song watet wirklich knietief in der Florida Death Metal Tradition, erinnert aber trotzdem auch an frühe CANCER. Wie im Übrigen auch „GodShip“, das Freunden von „To The Gory End“ oder „Death Shall Rise“ ebenfalls gefallen dürfte. „Mind – Tool – Weapon“ lädt ebenso zum Kopfnicken ein wie das starke „The Betterment Plan“.
Das Duo Kling/Nordberg ist mittlerweile hörbar zu einem guten Songwriting-/Produktions-Team zusammengewachsen und man hört „Mind Trap“ an, dass die Band ihren eigenen Weg verfolgt und es dabei nicht darauf anlegt, Originalitätspreise zu gewinnen. INHUMAN CONDITION atmen vom Songwriting, über die trockene Produktion bis hin zum Artwork die Luft der 90er Jahre. Und auch wenn „Mind Trap“ keine großen Hits enthält, so weiß das dritte Album der Band doch zu unterhalten. Zweifelsohne gelingt es INHUMAN CONDITION, die mit High Roller Records nun auch endlich ein passendes Label gefunden haben, sich mit „Mind Trap“ vom ehemaligen Kurzzeitarbeitgeber MASSACRE zu emanzipieren und mindestens ebenbürtiges Songmaterial abzuliefern. Mir gefällt es.
Inhuman Condition - Face For Later official video
Inhuman Condition - Severely Lifeless official video
 
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